Gestaltung naturnaher und zur Bewegung anregender Pausenhöfe

Antrag

Bei dem Neubau von Schulen oder der erforderlichen Neugestaltung von Pausenhöfen orientiert sich die LHM in Zukunft an Konzepten zur naturnahen bzw. zukunftsweisenden Pausenhofgestaltung in Verbindung mit der Schaffung von Erlebnisräumen für Schüler*innen. Die Ausgestaltung der Pausenhöfe soll zur Bewegung und zum Naturerlebnis anregen. Unbedingt notwendig ist bei Konzeption, Gestaltung und evtl. auch Bau die Beteiligung der Schulfamilie.

Begründung: Münchner Schulhöfe sind oft öde und versiegelte Flächen, die den Schüler*innen weder Halt noch Orientierung geben und sie in der Masse anonymisieren. Aus dieser grauen Masse aufzustehen, sich selbst und anderen die eigene Person zu zeigen, ist für viele Schüler*innen oft nur möglich, indem sie schreien (lauter als die anderen), toben (wilder als die anderen), schubsen und schlagen (fester als die anderen). Das wird natürlich von der Schulorganisation nicht hingenommen, sondern muss kontrolliert und reglementiert werden durch Pausenaufsichten. Effektive Aufsichten erfordern Übersichtlichkeit; Übersichtlichkeit erfordert wiederum einsehbare Flächen, auf denen sich niemand verbergen kann. Daraus wird ein Teufelskreis.
Wie sehr sich diese Art der Pausenhöfe nicht nur auf die seelische, sondern auch auf die körperliche Gesundheit unserer Schulkinder auswirken kann, belegen seit Jahren die Statistiken des GUV. Nahezu jeder dritte Unfall passiert während der Pause! Demnach versagen gängige Schulhöfe weitestgehend als „Erholungslandschaft“. Sie sind sogar eher unfallgefährdend. Darüber hinaus wirken die meisten Schulhöfe weder auf Schüler*innen noch auf Lehrer als attraktives Angebot für „Unterricht im Freien“ und bieten im Sinne einer multifunktionalen Nutzung für unterrichtliche Zwecke meist nur wenige Lernanreize. Häufig bringen auch die derzeit häufig eingesetzten Klettergerüste nicht den erwünschten Erfolg. Sie können in den Pausen nicht genutzt werden, da die Sicherheitsrisiken zu groß sind.
Dieses düstere Bild von den Außenanlagen vieler Schulen zeigt, dass die bisher üblichen Wege der Planung, des Baus und der Pflege von Schulhöfen offenkundig in eine Sackgasse führt.

Deshalb: „Wenn die Kinder nicht in die Natur gehen können, dann muss die Natur zu den Kindern kommen.“ (Barbara Stark)

Die Kinder haben einem derart gestalteten Pausenhof nicht mehr nur die Wahl zwischen „Rennen und Schubsen“, er bietet mehr als nur Spaß in schöner Umgebung: Sogar die immer größer werdenden Lücken in der Motorik der Schulkinder werden mit solchen Pausenhöfen geschmälert.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Anja Berger
Sabine Krieger
Jutta Koller
Oswald Utz
Mitglieder des Stadtrates

 

 

 

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