„Fridays For Future“ – Solidarität statt Strafen für Münchner Schülerinnen und Schüler

Antrag

1. Das Referat für Bildung und Sport wird aufgefordert, die städtischen Schulen dahingehend zu sensibilisieren, dass Schülerinnen und Schüler, welche an den „Fridays For Future – Demonstrationen“ teilnehmen nicht von den Schulleitungen bestraft werden. Alternativ sollten, im Zusammenspiel zwischen Schulleitung, Lehrkräften und Schüler*innen, Wege gefunden werden um den Schüler*innen die Teilnahme an den Demonstrationen zu ermöglichen und gleichzeitig versäumten Unterrichtsinhalt nacharbeiten zu können.
Dieses Vorgehen wird bereits für die am 25.01.2019 stattfindende Großdemonstration in Berlin angewandt, um Münchner Schülerinnen und Schülern eine Teilnahme an dieser Veranstaltung zu ermöglichen.

2. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, sich an das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus zu wenden, um dort für eine Lösung analog Ziffer 1 auch für die staatlichen Schulen zu werben.

 

Begründung:
Wie der aktuellen Berichterstattung in den Medien zu entnehmen ist (>>>hier)  haben die meisten Schulen bisher nicht mit Strafen auf die Teilnahme ihrer Schülerinnen und Schüler an den „Fridays For Future – Demonstrationen“ während der Unterrichtszeit reagiert. Viele Schulen haben versucht, kreative Wege zu gehen um die Thematik besser in den Fokus zu rücken. Dennoch wurde von Seiten einiger Schulleitungen angekündigt, dass ein weiteres Fernbleiben vom Unterricht nicht akzeptiert werde. Am Freitag den 25.01.2018 wird eine Großdemonstration in Berlin stattfinden, bei welcher Jugendliche und junge Erwachsene zeitgleich zum Tagen der Kohlekommission vor dem Bundeswirtschaftsministerium und vor dem Kanzleramt für den Klimaschutz demonstrieren werden. Zu dieser Demonstration werden Schüler*innen im ganzen Bundesgebiet aufgerufen nach Berlin zu kommen und sich zu beteiligen.
Die jungen Menschen, die sich dort versammeln werden, wollen auf nicht weniger als auf die Zukunft des Planeten und somit auch ihre eigene Zukunft aufmerksam machen. Diese Menschen wollen aktiv dafür eintreten, dass endlich wirkungsvolle Maßnahmen im Klimaschutz ergriffen werden. Dafür organisieren sie sich und erheben ihre Stimme in einem politischen Diskurs, in welchem ausschließlich Erwachsene das Sagen haben.
Dieses Engagement der Jugend ist aller Ehren wert und verdient die Solidarität und Unterstützung der Erwachsenen.
Wenn nun Münchner Schüler*innen fürchten müssen, dass sie dafür bestraft werden, wenn sie sich aktiv für die Zukunft auf einem lebenswerten Planeten einsetzen, so kann dies kein richtiges Vorgehen sein. Zudem hindert es junge Menschen daran, sich aktiv an politischen und gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen.
Da es auch für die Schülerinnen und Schüler selbstverständlich ist, dass sie den versäumten Unterricht nachholen wollen, wäre es viel mehr eine Aufgabe für die Schulen dies auch zu ermöglichen. Damit könnte man gegenüber den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Zeichen setzen, dass man sie ernst nimmt und bereit ist, ihnen die Möglichkeit zu geben um sich für die Zukunft dieser Erde einzusetzen.
Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

 

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Sabine Krieger
Anja Berger
Jutta Koller
Oswald Utz
Dominik Krause
Dr. Florian Roth
Katrin Habenschaden
Angelika Pilz-Strasser
Paul Bickelbacher
Herbert Danner
Anna Hanusch
Thomas Niederbühl
Sabine Nallinger
Sebastian Weisenburger
Mitglieder des Stadtrats

 

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