Baumschutzoffensive der Grünen – rosa liste

P R E S S E M I T T E I L U N G

Immer wieder liest man von rücksichtslosen illegalen Abholzungen im Stadtgebiet, immer mehr Bäume verschwinden von privaten Grundstücken und immer mehr Bürgerinnen und Bürger empfinden angesichts des rücksichtslosen Vorgehens gegen Bäume Frust und Wut. Nach Schätzungen des Bund Naturschutz verliert die Stadt jedes Jahr 2500 Bäume – unter anderem weil die Untere Baumschutzbehörde sich nicht in der Lage sieht, bestehende Vorschriften zum Schutz der Bäume zu vollziehen. Die Grünen – rosa liste wollen dem Baumschutz nun mit einem sechsteiligen Antragspaket mehr Energie und Durchschlagskraft verleihen.
Ungenehmigte Fällungen sollen nach dem Willen der Grünen zukünftig härter geahndet werden (>>>Antrag). Neben den bisher üblichen Geldstrafen soll die Verwaltung auch prüfen, ob Baumvandalismus auch mit einem Entzug oder mit einer Reduzierung des Baurechts bestraft werden kann. Stadträtin Sabine Krieger: „Niedrige Strafen werden oft einkalkuliert. Nur hohe Strafen können abschreckende Wirkung entfalten. In besonders dreisten Fällen, die auch noch geschützte Arten vertreiben, wie bei der  illegalen Fällung von 7 Bäumen in Obermenzing Ende Februar, ist die Höchststrafe zu verhängen.“
Krieger beantragt außerdem, zukünftig für jede genehmigte Fällung mit verfügter Ersatzpflanzung eine Kaution in Höhe von 750 € zu verlangen (>>>Antrag). Im Falle des Nachweises der Ersatzpflanzung wird die Kaution zurückerstattet. Sabine Krieger: „Da die Baumschutzbehörde zu wenig Personal hat, um zu kontrollieren, ob tatsächlich Ersatzbäume gepflanzt wurden, kann dieser Verpflichtung durch eine Kaution mehr Nachdruck verliehen werden. Diese sogenannte Sicherheitsleistung für eine Ersatzpflanzung ist in verschiedenen Nachbargemeinden Münchens schon eingeführt – z.B. in den Gemeinden Gröbenzell, Eichenau und Maisach.“
Stadtrat Herbert Danner will den Schutz von Großbäumen von mindestens 2,50 m Umfang verbessern (>>>Antrag). Er fordert, bei Fällanträgen für Bäume dieser Größe ein obligatorisches Fachgutachten über den Zustand des Baumes einzuführen. Bewertet die Untere Naturschutzbehörde den Baum als außergewöhnlich, soll er in das Verfahren zur Aufnahme in die Liste der Naturdenkmäler aufgenommen werden und bereits dann den höheren Schutzstatus eines Naturdenkmals erhalten. Herbert Danner: „Gerade große Bäume sind für ein gutes Klima und die Artenvielfalt in der Stadt unverzichtbar. Neupflanzungen können diese Funktionen erst nach vielen Jahrzehnten in dieser Art und Weise erfüllen. Deshalb gilt es, gerade auf die Großbäume ein besonderes Augenmerk zu richten und sie unter besonderen Schutz  zu stellen.“
In einem weiteren Antrag fordert Danner Oberbürgermeister Reiter auf, sich für eine Aufwertung des Baumschutzes bei Bauvorhaben einzusetzen. Herbert Danner: „Es ist angesichts der rasch fortschreitenden Verdichtung in der Stadt und des absehbaren Bedeutungsverlusts des individuellen Autoverkehrs nicht mehr hinnehmbar, dass Bäume nicht einmal vor dem Bau einer Tiefgarage geschützt sind. Hier müssen sich landes- und bundesrechtliche Vorschriften ändern. Da der Oberbürgermeister als einer der Erstunterzeichner des Volksbegehrens ‚Rettet die Artenvielfalt‘ sein Interesse am Thema Artenschutz gezeigt hat, kann er sich auf diese Weise konkret für den Schutz der Bäume und damit der Artenvielfalt einsetzen.“
Zwei weitere Anträge widmen sich einer Informationskampagne (>>>Antrag), die die wichtigen Funktionen und die Bedeutung von Bäumen – besonders Großbäumen – für die Lebensqualität in München aufzeigt. Dem gleichen Ziel dient es, dem Stadtrat zwei Studien über den monetären Wert von Stadtbäumen (wurde in New York erstellt) und über die Wirkung von Bäumen auf Gesundheit und Wohlbefinden (aus Toronto) vorzustellen (>>>Antrag).

 

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